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Blähbauch bei Fructoseintoleranz

by Patrick

Der unangenehme Blähbauch ist eine der am öftesten genannten Beschwerden bei Personen mit einer Fructoseintoleranz. Er macht sich binnen kürzester Zeit nach der Aufnahme von Fructose bemerkbar und hält oft mehrere Stunden an. Durch den Blähbauch entwickeln sich Krämpfe und quälende Magenschmerzen die den Alltag stark beeinträchtigen.

Wann spricht man genau von einem Blähbauch?

Der umgangssprachliche Begriff vom Blähbauch wird oft verwendet – meistens für zwei verschiedene Symptome. Zum einen sprechen viele Leute von einem Blähbauch wenn sich überdurchschnittlich viele Gase im Darm bildet und diese ständig durch (schlecht riechende) Winde abgehen. Zum anderen spricht man aber auch davon wenn die vielen Gase vom Körper nicht abgehen können und im Darm verbleiben. Die zuletzt genannte Variante spiegelt die offizielle Beschreibung von einem Blähbauch wieder und ist auch um einiges unangenehmer da das überschüssige Gas zu schmerzhaften Spannungen in der Darmwand führt. Der medizinische Begriff für diese übermäßige Gasbildung lautet Meteorismus und kann verschiedenste Ursachen haben.

Wie entsteht ein Blähbauch bei Fructoseintoleranz?

Wenn die zugeführte Nahrung im Darm ankommt, wird sie auf natürliche Weise zersetzt und für die weitere Ausscheidung vorbereitet. Bei dieser Zersetzung entstehen Gase, wobei die Menge der entstehenden Gase auf die Nahrungsmittel und auf den Zustand des Darms ankommt. Das bedeutet, dass die Gasbildung grundsätzlich bei einer gesunden und ausgewogenen Ernährung von Personen mit einer funktionierenden Darmflora vollkommen normal und beschwerdefrei abläuft. Die genannten Beschwerden können bei einer FODMAP-reichen Ernährung (= Kohlenhydrate und mehrwertige Alkohole) auftreten, da höhere Mengen an Gase entstehen, mit denen der Körper in so kurzer Zeit nicht zurechtkommt. Weiters könnte ein Ungleichgewicht der Darmflora (Dysbiose) herrschen und der Darm auf diverse Makronährstoffe unnatürlich reagieren. So beispielsweise bei der Zunahme von Fruchtzucker bei Personen mit einer Fructoseintoleranz. Der Darm kann die Fructose nicht richtig zersetzen und bildet dadurch Gase. Auch der Prozess zur Ausscheidung dieser Gase kann in weiterer Folge gestört sein und führt somit zu Krämpfen und Schmerzen.
Wichtig zu erwähnen ist noch, dass die Zunahme von Fructose nicht immer der (alleinige) Auslöser für einen Blähbauch ist, sondern auch folgende Faktoren eine entscheidende Rolle spielen:

  • FODMAPs
  • zu schnelles Essen im allgemeinen
  • essen unter Stress
  • übermäßig viele Ballaststoffe
  • unregelmäßiges Essen (bspw. in der Nacht, kurz vor dem Schlafen gehen, etc.)
  • kohlensäurehaltige Getränke
  • trinken während dem Essen

Oft führt die Kombination aus einer falschen Ernährung und ein bereits gereizter Darm zu den üblichen Beschwerden.

Was tun bei einem Blähbauch nach der Aufnahme von Fructose?

Personen mit einer Fructoseintoleranz und ständigen Beschwerden von Blähbauch sollten Lebensmittel mit Fructose ganz klar meiden. So einfach diese Empfehlung ist, so schwierig ist sie oft durchzuführen den versteckte Fructose ist mittlerweile in sehr vielen Lebensmitteln enthalten in denen man es auf den ersten Blick gar nicht vermutet. Nichtsdestotrotz stellt eine fructosearme Ernährung den ersten Schritt für eine beschwerdefrei Zukunft dar. In weiterer Folge sollte man den oben genannten Faktoren entgegenwirken. Dazu gehört:

  • FODMAP-freie oder -arme Ernährung
  • langsam essen und viel kauen (gut gekaut ist halb verdaut ist nicht nur ein Sprichwort)
  • genügend Zeit und Ruhe für Essen einplanen
  • nicht übermäßig viele Ballaststoffe aber so viele wie nötig zu sich nehmen
  • regelmäßige Essenszeiten einhalten.
  • keine bis wenig kohlensäurehaltige Getränke trinken
  • eine Stunde vor und nach dem Essen nichts trinken

Wer auf diese Faktoren achtet sollte das Problem mit dem Blähbauch erheblich mildern oder sogar beseitigen können.

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