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Auswirkungen von Fructose mit und ohne gleichzeitiger Zunahme von Glukose

by Patrick

Der herkömmliche Haushaltszucker (Saccharose) besteht zur einen Hälfte aus Fructose und zur anderen Hälfte aus Glukose. Die Zunahme von Glukose kann bei der Verstoffwechselung von Fructose unterstützen, da die Glukose einfach ausgedrückt den GLUT-5 Transportern ihre Arbeit abnimmt. Aus diesem Grund wird bei vielen fructosefreien oder -armen Rezepten empfohlen reinen Glukose Zucker beizugeben. Darüber hinaus gibt es auch einige Personen mit einer Fructoseintoleranz die Haushaltszucker in geringen Mengen ohne Beschwerden vertragen. Die gleichzeitige Zunahme von Glukose bei der Aufnahme von Fructose bietet jedoch keine endgültige Lösung, da diese Variante nicht unendlich (bspw. 100 Gramm Glukose bei 100 Gramm Fructose) angewendet werden kann. Im Folgenden werden hier die Ergebnisse der Studie Fructose Malabsorption and Intolerance: Effects of Fructose with and without Simultaneous Glucose Ingestion (zu Deutsch: Fructosemalabsorbtion und -intoleranz: Auswirkungen von Fructose mit und ohne gleichzeitiger Zunahme von Glukose) aus dem Jahr 2011 zusammengefasst.

Einleitung

Zu Beginn der Studie werden die Begriffe Fructose sowie die Fructoseintoleranz oder Fructosemalabsorption im Detail definiert und erklärt. In weiterer Folge wird auf den durchschnittlichen Zucker- und Fruchtzuckerkonsum der Amerikaner, aufgeteilt in verschiedene Altersgruppen, eingegangen. Fruchtzucker versteckt sich auf der ganzen Welt in unzähligen Lebensmitteln und (Fertig)Produkten bei denen man es im ersten Momente nicht vermuten würde. Dazu kommt, dass die Produktion von Fructose um einiges günstiger ist, als die von normalen Haushaltszucker und Fructose auch um ein vielfaches süßer schmeckt. Somit erhöht sich der Fruchtzuckerkonsum jährlich und die Beschwerden die durch einen zu hohen Konsum entstehen ebenso. Abschließend wird in der Einleitung noch der H2 Atemtest in der Durchführung und die Interpretation der Ergebnisse beschrieben. Alle Infos der Einleitung spiegeln sich eins zu eins mit unseren Informationen zur Fructoseintoleranz wieder.

Gesunde Personen vertragen Fructose besser als Personen mit Reizdarmsyndrom

Die vertragbare Menge von Fructose variiert von 5g bis 50g bei gesunden Menschen. Davon ausgeschlossen sind selbstverständlich Personen mit einer Fructoseintoleranz. Bei einer Zusammenfassung von anderen bestehenden Studien wird jedoch dargelegt, dass die Zunahme von Fructose generell bei gesunden Personen besser vertragen wird als bei Personen mit Darmproblemen oder gar Reizdarmsyndrom (unabhängig einer Fructoseintoleranz). Dies zeigt, dass der Fructose Zucker grundsätzlich den Darm schädigt und je nach Empfinden und Gesundheit des Darms unterschiedlich gut absorbiert werden kann.

Verbesserung der Symptome bei einer vier wöchigen Karenz

Personen die mit bei einem H2 Atemtest positiv getestet wurden, bekamen eine vierwöchige Karenz an fructosehaltigen Lebensmitteln vorgeschrieben. Nach erneutem Test bzw. Verzehr von Fructose waren bei allen die Beschwerden um einiges geringer als davor. Zusätzlich wurde der Test auch bei gesunden Personen und Personen mit Reizdarmsyndrom durchgeführt und ebenfalls mit einem besseren Ergebnis der Beschwerden abgeschlossen. Dies beweist die positive Wirkung einer strikt durchgeführten Karenzzeit für die eigene Toleranzgrenze an vertragbarer Fructose.

Bessere Aufnahme von Fructose bei der Zunahme von weiteren Kohlenhydraten

Spezielle Tests haben gezeigt, dass Fructose bei gesunden Personen aber auch bei Personen mit einer Fructoseintoleranz besser aufgenommen werden können, wenn sie in Kombination mit anderen Lebensmitteln gemeinsam zugeführt wird. Zum einen sind dies Kohlenhydrate mit hohen Glukose, Faser und Stärke Anteil und zum anderen Proteine und Fette. Dies wurde mit einem H2 Atemtest, mit verschiedenen Fructose Mischungen, getestet und bestätigt. Die Probanden die einen höheren Anteil an Glukose in der Mischung bekamen, zeigten einen niedrigeren Wert der im Atem gemessen wurde.

Fazit

Abschließend wird in der Conclusion der Studie nochmal hervorgehoben, dass unabhängig von einer Fructoseintoleranz der Fruchtzucker besser vom Körper verdaut werden kann wenn dieser gemeinsam mit Glukose, sowie Proteinen und Fetten zugeführt wird. Das bedeutet, dass auch Personen mit einer Fructoseintoleranz grundsätzlich Fructose in geringen Mengen essen können wenn auf die zusätzliche Zunahme weiterer Makronährstoffe geachtet wird.

Quellen

Studie: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3471321/

 

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