Home WissenStudien Der Konsum von Fruktose führt zu Fettleibigkeit und senkt die Insulinsensitivität

Der Konsum von Fruktose führt zu Fettleibigkeit und senkt die Insulinsensitivität

by Patrick

Fruktose sollte nicht nur von Personen mit einer Fructoseintoleranz gemieden werden, sondern laut dieser Studie auch von Personen ohne Intoleranz. Denn das Ergebnis der Studie besagt, dass der Konsum von mit Fruktose gesüßten, nicht mit Glukose gesüßten Getränken, die viszeralen Adipositas und Lipide erhöht und die Insulinsensitivität bei übergewichtigen / fettleibigen Menschen senkt.

Einleitung

Studien an Tieren haben bereits gezeigt, dass eine erhöhte Aufnahme von Fruktose die Fettleibigkeit erhöht und die Insulinresistenz sinken lässt. Dies ist bei gleicher Menge an Glukose nicht der Fall. Es beweist also (bei Tieren), dass in dieser Hinsicht ein Unterschied zwischen den beiden Monosaccharid Zuckern – Fruktose und Glukose – besteht.

Methode

Um dazu eine Studie mit Menschen durchführen zu können wurden 32 Personen herangezogen, die bereits gemäß der offiziellen Definition fettleibig sind. Die 32 Personen wurden in zwei Gruppen geteilt. Jede Gruppe bekam einen 10-wöchigen Ernährungsplan wobei die eine Gruppe (17 Personen) ausschließlich mit Fruchtzucker gesüßte Getränke und die andere Gruppe (15 Personen) ausschließlich mit Glukose gesüßte Getränke zu sich nehmen mussten. Dazu kam, dass die Probanden die ersten und letzten beiden Wochen in der Klinik verbrachten und regelmäßige Bluttests durchgeführt worden sind.

Fragen

Neben der Hauptfrage ob Fruktose zu Fettleibigkeit und Insulinresistenz führt, stellte sich die Studie noch folgende weitere Nebenfragen:

  1. Führt der Konsum von Fruktose in Form einer Diät mit verminderter Kalorienmenge zu einer höheren Gewichtszunahme und höheren Fettanteil als bei Konsum von Glukose?
  2. Führt der Konsum von Fruktose zu einer intensiveren Stoffwechselstörung als der Konsum von Glukose?
  3. Führt eine fruktoseinduzierte Hypertriglyceridämie (Fettstoffwechselstörung durch Fruktosekonsum) auch zu einer Leberschädigung und schlechteren Blutfettwerten?
  4. Vermindert der Fruktosekonsum die Glukosetoleranz und die Insulinsensitivität?
  5. Gibt es unterschiedliche Ergebnisse zwischen älteren Männern und postmenopausalen Frauen (nach der Menopause)?

Um die Ergebnisse beantworten zu können wurden vor, während und nach der 10-wöchigen Testphase mehrere Bluttests durchgeführt.

Ergebnisse

Folgende Ergebnisse kamen durch die Studie hervor:

  1. Bei der Gewichtszunahme der Probanden in den verschiedenen Gruppen konnten keine nennenswerten Ergebnisse gefunden werden. Jedoch erhöhte sich der Fettanteil bei der Gruppe die ausschließlich mit Fruchtzucker gesüßte Getränke zu sich nahm, um einiges mehr als von der anderen Gruppe.
  2. Die Messungen am Ende der 10 Wochen zeigten, dass sich die Stoffwechselstörung bei der Fruktose-Gruppe verschlechterte während die Werte bei der Glukose-Gruppe gleich blieb.
  3. Die getesteten Werte, die in erhöhtem Zustand zu Leberschädigungen führen können, stiegen bei der Gruppe die Fruktose konsumierte um einiges mehr als bei der Gruppe die Glukose zu sich nahmen.
  4. Nach den 10 Wochen in dem ausschließlich Fruktose konsumiert wurde, konnten verminderte Werte in Bezug auf die Glukosetoleranz und die Insulinsensitivität bei älteren übergewichtigen / adipösen Erwachsenen gemessen werden.
  5. Die gemessenen Werte am Ende der Testphase waren bei Männern stärker ausgeprägt als bei Frauen. D.h. der Konsum von zuckergesüßten Getränken führte bei Männern zu einem stärkeren Rückgang der Insulinsensitivität als bei Frauen.

Zusammengefasst konnten alle Fragen mit “Ja” beantwortet werden.

Fazit

Die Studie zeigt klare Unterschiede zwischen den Monosaccharid Zuckern Fruktose und Glukose. Unabhängig von einer Fructoseintoleranz führt ein erhöhter Fruchtzuckerkonsum nachweislich zu schlechten Leberwerten, erhöhten Körperfettanteil und senkt die Insulinsensitivität. Die zentrale Aussage dieser Studie ist dementsprechend eine Empfehlung den Fruchtzuckerkonsum so gering wie möglich zu halten und ggf. bei Bedarf mit Glukose zu ersetzen.

Quellen

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2673878/


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