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FODMAP – Eine Ernährungsform für Personen mit einer Fructoseintoleranz

by Patrick

FODMAP steht für Fermentable Oligo-, Di- and Monosaccharides And Polyols und beschreibt verschiedene Kohlenhydrate und mehrwertige Alkohole die natürlich in Nahrungsmitteln vorkommen aber schwieriger verdaulich und möglicher Auslöser für Beschwerden sind.

Beschreibung der einzelnen Bestandteile

Die sogenannten FODMAPs unterteilen sich in mehrere Bestandteile die nun im Detail beschrieben werden.

Fermentierbar

Beim natürlichen Verdauungsprozess im Körper werden vielfach verzweigte Zucker in ihre Einzelteile zerlegt, um sie so für den Stoffwechsel verwertbar zu machen. Bei fermentierbaren Kohlenhydraten werden diese im Prozess – wie es der Name schon sagt – fermentiert und nicht durch Enzyme zersetzt. Dadurch können Gase in Form von Methan, Kohlenstoffdioxid (CO2) und Wasserstoff (H2) entstehen die sich unangenehm auswirken können.

Oligosaccharide

Oligosaccharide sind Kohlenhydrate die aus mehreren (mindestens 3) Einfachzucker (Monosacchariden) bestehen. Beispiele dafür sind Fruktane, Galaktane, Frukto-Oligosaccharide und Galakto-Oligosaccharide die hauptsächlich in Hülsenfrüchten, Kohl, Erbsen, Zwiebeln, Lauch und in Getreidesorten wie Weizen und Roggen vorkommen.

Disaccharide

Disaccharide bestehen aus exakt zwei Einfachzucker (Monosacchariden). Der bekannteste Disaccharid ist die Laktose (Milchzucker), welche zu Problemen bei Personen mit einer Laktoseintoleranz führt. Laktose besteht aus Glukose und Galaktose und wird im Körper vom Enzym Laktase gespalten. Änlich wie bei der Fructoseintoleranz, kommt es zu Beschwerden wenn zu wenig Laktase im Körper enthalten ist. Laktose kommt primär in allen Milchprodukten wie Käse und Joghurt vor.

Monosaccharide

Monosaccharide sind die oben bereits öfter erwähnten Einfachzucker. Dazu gehören hauptsächlich Fructose, Glukose und Galaktose wobei im speziellen Fructose gemieden werden sollte. Für Personen mit einer Fructoseintoleranz ist nicht extra zu erwähnen, dass keine Fructose zu sich genommen werden sollte. Andere Personen die unabhängig davon eine FODMAP Diät planen, müssen besonders beim Verzehr von Früchten und Gemüse auf den jeweiligen Fruchtzuckergehalt achten.

And = und

dient lediglich zur besseren Aussprache von FODMAP.

Polyole

Polyole sind mehrwertige Zuckeralkohole wie zum Beispiel Isomalt, Sorbitol, Mannitol, Xylitol, Erythrit und Maltitol. Diese kommen in natürlicher Form in diversen Früchten wie Äpfel, Kirschen und Aprikosen vor und werden vielen light, zuckerfreien und kalorienarmen Fertigprodukten zugesetzt.

FODMAPs bei Fructoseintoleranz

Die Gruppe an Kohlenhydraten und mehrwertigen Alkoholen der FODMAPs sind jene Makronährstoffe die im Darm zu Beschwerden führen können. Personen mit einer gesunden Darmflora bekommen bei normalen Mengen von FODMAPs keine Probleme, während hingegen bei Personen mit einer gestörten Darmflora (Dysbiose) bereits geringe Mengen zu Beschwerden führen können. Oft werden FODMAPs gemieden, wenn man sich nicht sicher ist woher die Beschwerden kommen und man dem Darm fürs erste keine weiteren unangenehmen Reize setzen möchte. So beispielsweise bei der Diagnose: Reizdarmsyndrom.(1)

FODMAP Diät bei einer Fructoseintoleranz

Bei eine Fructoseintoleranz gibt es eine spezielle Form der Diät bzw. des Fastens. Hier wird im speziellen auf den Monosaccharid Fructose verzichtet und dieser Verzicht ist in der ersten Phase der Diät auch unerlässlich. Trotzdem kann eine FODMAP Diät einen wichtigen Schritt zur Besserung der Fructoseintoleranz herbeiführen. Denn i.d.R. war der Darm von der Entwicklung bis zur Diagnose Fructoseintoleranz, meist längeren Beschwerden und Belastungen ausgesetzt. Um dem Darm vorerst die benötigte Ruhe und Heilung zu geben, empfiehlt es sich neben dem Verzicht auf Fructose auch auf die weiteren Kohlenhydrate und mehrwertige Alkohole zu verzichten.

Quellen:

(1) https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3736783/

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