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Ist eine Fructoseintoleranz heilbar?

by Patrick

Die Zahl der Unverträglichkeiten auf Lebensmittel wächst im westlichen Raum stetig an. Die medizinische Forschung ist dahingehend leider noch nicht so aktiv wie es sich viele Personen, die von einer Intoleranz betroffen sind, wünschen würden. Grundsätzlich kann die Frage: Ist eine Fructoseintoleranz heilbar? mit JA beantwortet werden. Jedoch gibt es für die darauffolgende Frage Wie kann man eine Fructoseintoleranz heilen bzw. loswerden? noch keine universelle Antwort. Denn es gibt immer wieder Personen, die sich mit der Zeit von ihrer Intoleranz befreien konnten, jedoch kann der Erfolgsweg nicht eins zu eins übertragen werden.

Unterschied zwischen Lebensmittelintoleranzen und Lebensmittelallergien

Primär muss nochmal der Unterschied zwischen einer Lebensmittelintoleranz und einer Lebensmittelallergie klar hervorgehoben werden. Denn die Behandlung einer Lebensmittelintoleranz ist von einer Lebensmittelallergie klar zu unterscheiden, auch wenn sich die Symptome oft stark ähneln. Bei einer Lebensmittelallergie reagiert der Körper bzw. das Immunsystem mit einer Abwehrreaktion. Zum Beispiel mit Hautausschlag oder Atemproblemen (besonders bei Nüssen). Bei einer Lebensmittelintoleranz hingegen fehlen dem Körper meistens gewisse Enzyme, um die einzelnen Stoffe in der Nahrung richtig zu verstoffwechseln. Dies äußert sich daher nicht selten durch Darm- bzw. Verdauungsbeschwerden. Eine Lebensmittelallergie wird häufig mit Spritzen und manchmal mit speziellen Tabletten behandelt. Diese Variante kann bei Lebensmittelintoleranzen, speziell bei einer Fructoseintoleranz, nicht angewandt werden.

Fructoseintoleranz direkt nach dem Erkennen wieder loswerden

Die höchste Wahrscheinlichkeit eine Fructoseintoleranz wieder loszuwerden, besteht direkt nach dem Erkennen. Hierbei handelt es sich um eine kurzfristig Störung bei den GLUT-5 Transportern, welche bei sehr vielen Personen vorkommt. Wenn gleich nach dem Bekanntwerden der Intoleranz eine strikte Karenz über 4-8 Wochen eingehalten wird, ist die Wahrscheinlichkeit am größten, dass sich die GLUT-5 Transporter wieder vermehren und die Betroffenen die Fructoseintoleranz loswerden. Wenn eine Fructoseintoleranz schon seit längerem besteht und nie wirklich eine reine Karenzzeit durchgeführt wurde, ist die Wahrscheinlichkeit um einiges geringer. Trotzdem ist das drei-Phasen-Modell die effektivste Methode, um die Intoleranz zumindest zu mildern.

Fructoseintoleranz als Folge durch externe Auslöser

Eine Fructoseintoleranz kann auch als Folge anderer Auslöser auftreten. Häufige Auslöser sind starke oder mehrfache Antibiotikaeinnahmen, Darm Dysbiose, “Reizdarmsyndrom“, Dünndarmfehlbesiedelung, Mikronährstoffmangel und/oder einseitige Ernährung. Hierzu kann die Fructoseintoleranz nur bekämpft werden, wenn auch der Auslöser bekämpft wird.

Fructoseintoleranz durch Probiotika heilen

Oft liegt die Ursache der Fructoseintoleranz in der Dysbiose durch Darmerkrankungen und/oder (darauffolgende) Einnahme von Antibiotika. Hier muss zuerst der Darm selbst geheilt werden bevor auch die Fructoseintoleranz geheilt werden kann. Dazu sollte zuerst eine gründliche Darmreinigung mit der Einnahme von Probiotika durchgeführt werden.

Fructoseintoleranz durch Nahrungsergänzungsmitteln heilen

Ein weiterer externer Grund für eine Fructoseintoleranz kann eine schlechte Ernährung und/oder (darauffolgender) Mikronährstoffmangel sein. Der Körper benötigt Mikronährstoffe in Form von Vitaminen, Mineralstoffe, Spurenelemente, sekundäre Pflanzenstoffe, essentielle Fettsäuren und Aminosäuren. Am häufigsten fehlt das Spurenelement Zink und Vitamin D und B9 (auch Folsäure genannt). Hierbei müssen erst alle Mikronährstoffe in benötigtem Ausmaß wieder im Körper vorhanden sein, um sich in weiterer Folge von einer Fructoseintoleranz zu lösen.

Mit Fructoseintoleranz (nahezu) beschwerdefrei leben

Der Großteil der Personen mit einer Fructoseintoleranz leiden an dieser über einen längeren Zeitraum – manche auch über Jahrzehnte. Doch Viele davon haben mit der Zeit gelernt, wie man im täglichen Alltag damit umgehen kann und führen ein nahezu beschwerdefreies Leben.

Abschließend sei noch erwähnt, dass sich diese Info auf die Fructosemalabsorption – nicht auf die heriditäre Fructoseintoleranz bezieht. Genauere Infos zu Unterscheidung hier.


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