Home Allgemein Ist Gemüse in der Karenzzeit bei Fructoseintoleranz erlaubt?

Ist Gemüse in der Karenzzeit bei Fructoseintoleranz erlaubt?

by Patrick

Nachdem man die Diagnose “Fructoseintoleranz” vom Arzt erhalten und gleichzeitig meist einen längeren Leidensweg hinter sich hat, ist der erste und wichtigste Schritt danach sofort eine Karenzphase durchzuführen. Das primäre Ziel dieser Karenzphase ist es den Darm zur Ruhe zu bringen. Denn mit den vielen Beschwerden die bei einer Fructoseintoleranz mit dem Verzehr von Fructose kommen, leidet nicht nur die Person sondern auch der Darm und der gesamte innere Organismus. Diese “Beschwerden” die vom Körper ausgehen sind eine Reaktion und ein Zeichen, dass der Fruchtzucker nicht erwünscht ist. Das bedeutet einfach ausgedrückt, dass während der Karenzphase nur Lebensmittel am Speiseplan stehen sollen die vom Körper gewünscht und akzeptiert sind. Alle anderen Lebensmittel, in diesem Fall Lebensmittel mit (Frucht)zucker, sollten in der Karenzphase nicht am Speiseplan stehen, da sie auch nicht erwünscht sind.

Welche Lebensmittel sind in der Karenzphase bei einer Fructoseintoleranz vom Körper erwünscht?

Bei einer Intoleranz, reagiert der Körper mit Beschwerden auf bestimmte Lebensmittel. Anders als bei einer Lebensmittelallergie, entstehen die Beschwerden bei einer Intoleranz während der Aufnahme durch die Verstoffwechselung, da dazu bestimmte Enzyme im Körper fehlen.

Hier geht es zum detaillierten Wissensbeitrag mit dem Unterpunkt: Unterschied von Lebensmittelintoleranzen zu Lebensmittelallergien

Die Theorie besagt: Wer ausschließlich mit Beschwerden auf Fructose reagiert, sollte dementsprechend Fructose meiden. Die Praxis sieht jedoch meist etwas anders aus. Denn die Zeit in der man an Beschwerden litt, bevor man unwissend noch regelmäßig fructosehaltige Lebensmittel zu sich führte, hat einen maßgeblichen Einfluss auf die Karenzphase. Denn in dieser Zeit wurde der Darm auch regelmäßig stark gereizt und ggf. sogar verletzt. Dementsprechend reicht es oft nicht aus, ausschließlich auf Fructose zu verzichten, sondern sollte darüber hinaus auch auf eine basische, kalorienreduzierte und für den Darm einfach verdauliche Ernährung geachtet werden. Mit dem Nebenziel die Darmflora wieder aufzubauen und die Darmregulierung zu stärken.

Aus diesem Grund gibt es auch immer wieder Unstimmigkeiten bei den verschiedenen Lebensmittellisten für die Karenzphase bei einer Fructoseintoleranz. Diese Listen geben einen guten Überblick aber können niemals eins zu eins von jedem angewandt werden.

Hier geht es zum detaillierten Wissensbeitrag: Was muss bei einer Fructose/Glukose/Sorbit Lebensmitteltabelle beachtet werden.

Welches Gemüse darf man in der Karenzphase bei einer Fructoseintoleranz essen?

Die vor oder während der Karenzphase oft gestellte Frage „Welches Gemüse darf man in der Karenzphase bei einer Fructoseintoleranz essen?“ kann dementsprechend auch nicht so einfach beantwortet werden. Fakt ist jedoch, dass Gemüse mit hohen Fructosemengen (wie bspw. Paprika, Tomate, Zwiebel, usw.) definitiv gemieden werden sollten. Weiters sollte Gemüse welches blähend wirken kann (wie bspw. alle Kohlsorten) i.d.R. zumindest für die ersten 10-14 Tage auch gemieden werden. Fructosearme Gemüsesorten (wie bspw. Avocado, Champignons, Spinat, usw.) können theoretisch gegen Ende der Karenzphase mit integriert werden aber dies gilt eben nicht pauschal für alle.

Fazit

In der Karenzphase soll der Darm einerseits zu Ruhe kommen und anderseits die Darmflora wieder aufgebaut werden. Dementsprechend sollte nichts gegessen werden was diesem Prozess entgegenwirkt. Beim Gemüse befindet man sich hier in einer Grauzone. Denn zum einen bringt Gemüse wichtige Nährstoffe mit sich und viele Sorten besitzen nur einen geringen Fruchtzuckeranteil. Doch wenn dieses Gemüse letztendlich trotzdem vom Darm nicht optimal verdaut werden kann, muss es in der Karenzphase gemieden werden.

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