Home WissenFrüchte Papaya – die wohl beliebteste Frucht bei einer Fructosemalabsorption

Papaya – die wohl beliebteste Frucht bei einer Fructosemalabsorption

by Patrick

Die Papaya ist eine Frucht mit sehr geringem Fruchtzuckeranteil und daher bei Personen mit einer Fructosemalabsorption sehr beliebt. Darüber hinaus schätzen auch Personen ohne eine Fructosemalabsorption aber mit Darm- und Verdauungsbeschwerden die Frucht wegen ihrer hohen Nährstoffdichte und besonders heilenden Wirkung sehr.

Zuordnung und Herkunft

Der Name Papaya stammt aus dem lateinischen Carica papaya und gehört zur Pflanzengattung Carica innerhalb der Familie der Melonenbaumgewächse. Auch wenn die Frucht zu den Melonenbaumgewächsen gehört, so ist sie botanisch gesehen trotzdem kein Baum und keine Pflanze, sondern wird als Kraut eingeordnet. Man vermutet, dass die Frucht aus den tropischen Regionen und Zentral- und Südamerika stammt. Mittlerweile wird sie auch in den tropischen Regionen in Asien und Afrika angebaut. Die Schale der Frucht ist in der Regel gelb bis grün und das Fruchtfleisch hellorange bis rosa. Die schwarzen Kerne der Papaya sind die Samen des Papayabaums.

Fructose- und Glucosegehalt der Papaya

Je nach Frische und Verarbeitung der Papaya besitzt die Frucht auf 100g ca. 7,5g Zucker wobei davon über 4 Gramm aus Glucose bestehen. Das Verhältnis von Glucose zu Fructose ist somit in einem positiven Bereich.
Wenn man beispielsweise darauf achten möchte nicht mehr als einen Gramm Fructose zu sich zu nehmen, kann man bei oben genannten Fructosegehalt bereits knapp 30 Gramm Papaya zu sich nehmen. [1]

Die Nähr- und Vitalstoffe der Frucht

Die Papaya besitzt so viele wichtige und essentielle Nährstoffe, dass sie bereits seit hunderten von Jahren als Powerfruit gilt. So nannten die Indianer die Frucht bereits Fruta de Bomba oder Gesundheitsmelone. Bei den karibischen Ureinwohnern hieß die Pflanze Baum der Gesundheit. Die Aborigines Australiens und die Kahunas auf Hawaii verwendeten die Papaya auch oft bei der Krebsheilung. Die Inhaltsstoffe der Frucht hindern hierbei den Wachstum bösartiger Zellen und tragen somit einen wichtigen Teil zur Bekämpfung von Krebs bei.

Den größten Anteil an Vitaminen in der Papaya übernimmt das Vitamin-C. Auf 100 Gramm stecken gleich 80 Milligramm Vitamin C was den Tagesbedarf eines Erwachsenen fast komplett deckt. Der nächste Inhaltsstoff mit überdurchschnittlich hohem Anteil ist das Vitamin-A. Die antioxidantische Wirkung dieses Vitamins unterstützt maßgeblich bei der Infektionsabwehr. Weiters besitzt die Frucht Anteile an Phosphor, Kalzium, Eisen und Natrium. Zu guter Letzt ist die Papaya auch ein guter Kalium-Lieferant.

Positive Wirkung auf den Darm durch die Papayakerne und das Papain

Viele wissen gar nicht über die besondere Wirkung der Papayakerne Bescheid und nicht zu selten wird das papainhaltige Innere bei der Zubereitung einfach weggelassen. Doch diese Kerne sind essbar und sehr gesund für Magen und Darm. Sie unterstützen die Regeneration der Leber und bekämpfen nachweislich Parasiten und Würmer im Darm. [2] Im Jahr 1959 gab es hierzu eine spezielle Untersuchung bei über 1.700 ein- bis fünfjährigen Kindern die alle an Parasiten im Darm litten. Ein Behandlung mittels einer Kur durch Papayakerne heilte beinahe alle betroffenen Kinder. [3] Eine hundertprozentige Heilung konnte man dafür bei einer Studie 2007 erzielen. Die Studie wurde mit 60 Kindern, die Parasiten im Darmbereich hatten, durchgeführt. Die eine Hälfte bekam ein Extrakt aus getrockneten Papayakernen während der anderen Hälfte lediglich ein Placebo plus Honig verabreicht wurde. [4]

Das Papain, welches eine maßgebliche Rolle bei der Abwehr und Bekämpfung dieser unerwünschten Viren spielt, kommt je nach Reife der Frucht eben hauptsächlich in den Kernen vor. Das besondere an Papain ist, dass dieses Enzym bei der Spaltung von Proteinen stark unterstützt und darin enthaltene Schadstoffe frühzeitig entgegenwirkt. Es unterstützt somit bei der Wiederherstellung eines gesunden Gleichgewichts im Darm und kräftigt das Immunsystem. Folglich gilt Papain auch als natürliche Unterstützung nach einer Antibiotika Behandlung.


Fazit

Zusammengefasst kann gesagt werden, dass die Papaya eine Frucht mit vergleichsweise geringem Anteil an Fructose und somit sehr beliebt bei Personen mit einer Fructosemalabsorption ist. Der exakte Wert der enthaltenen Fructose ist – wie auch bei allen anderen Lebensmitteln – in den verschiedensten Nahrungsmittellisten zwar unterschiedlich aber trotzdem stets gering. Dieser hängt von der Reife der Frucht ab. Darüber hinaus ist der Glucosewert bei einer Papaya relativ hoch. Daher können Personen mit einer durchschnittlichen Toleranzgrenze geringe Mengen an Papaya ohne Probleme zu sich nehmen. Wenn diese Voraussetzung gegeben ist, empfiehlt es sich definitiv die Frucht sowie dessen Kerne in den Ernährungsplan mit aufzunehmen. Nicht nur wegen der hohen Nährstoffdichte sondern auch wegen ihrer darmschützenden und -reinigenden Wirkung. Somit ist die Papaya berechtigterweise die wohl beliebteste Frucht bei einer Fructosemalabsorption.

Quellen

[1] https://ndb.nal.usda.gov/ndb/search/list?qlookup=papaya&qt=&manu=&SYNCHRONIZER_URI=%2Fndb%2Fsearch%2Flist&SYNCHRONIZER_TOKEN=0f8a5a15-52cc-4e59-8f90-c3a67a5b7225&ds=

[2] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17472487

[3] https://link.springer.com/article/10.1007%2FBF02789279?LI=true

[4] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17472487

 

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