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Stellungnahme der DGAKI zu Fruktosemalabsorption

by Patrick

Im folgenden Beitrag handelt es sich nicht direkt um eine Studie sondern um eine Stellungnahme der AG Nahrungsmittelallergie in der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI).

Die Deutsche Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI) erstellt und aktualisiert zu wichtigen Themen medizinisch-wissenschaftliche Leitlinien. Sie sollen Ärzten die Entscheidungsfindung in bestimmten Situationen erleichtern und beruhen auf aktuellen Erkenntnissen und in der Praxis bewährten Verfahren. Dadurch sorgen sie für mehr Sicherheit in der Allergologie, berücksichtigen aber auch ökonomische Aspekte. (1)

Begrenzte Resorptionskapazität für Fruktose

Während die Monosaccharide Glukose und Galaktose im oberen Zwölffingerdarm (Duodenum) bzw. Leerdarm (Jejunum – Teil des Dünndarms) vollständig resorbiert werden können, ist die Resorptionskapazität für Fruktose begrenzt. Diese Grenze liegt bei ca. 35 Gramm – 50 Gramm und kann durch den ausgiebigen Verzehr von Süßigkeiten und Obst schnell überstiegen werden. Wenn dazu der Fett und Proteingehalt in der Nahrung noch gering ist, wird der Transit der Nahrung im Speisebrei nochmal beschleunigt und sorgt somit für noch mehr Fruktose zur gleichen Zeit die absorbiert werden muss. Die überschüssige Fruktose die in dieser Zeit nicht absorbiert werden kann, kommt somit in tiefere Abschnitte des Darms und wird dort metabolisiert. Es kommt zu einer verstärkten Gasbildung und Beschwerden.

Differenzialdiagnostik der Fruktoseunverträglichkeit

Die DGAKI differenziert bei einer Fruktoseunverträglichkeit folgende drei Gruppen und beschreibt diese in Prävalenz, Pathophysiologie , Symptome, Diagnostik und Therapie.

Therapie der Fruktosemalabsorption

Die Fruktosemalabsorbtion, die in der Mitte der Tabelle beschrieben wird, gilt als die am häufigst vorkommende Form einer Fruktoseintoleranz. Hierzu gibt es ein bewährtes Drei-Phasen-Konzept, um die Fruktoseintoleranz zu therapieren bzw. ein beschwerdefreies Leben zu führen. Wichtig ist hierbei auf einen moderaten Protein und Fettgehalt bei jeder Mahlzeit zu achten, um die Fruktoseverträglichkeit zu steigern.

Die Karenz- und Testphase sollte mit einer Ernährungsfachkraft durchgeführt werden, da die alleinige Reduktion der Fruktosezufuhr in der Nahrung nicht zielführend ist. Es gilt auch auf eine breite Nahrungsmittelauswahl und ausreichende Nährstoffzufuhr zu achten.

Quellen

Artikel: http://dgaki.de/wp-content/uploads/2010/05/StellungnahmeFruktosemalabsorption2010.pdf

(1) http://www.dgaki.de/leitlinien/

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