Home Allgemein Stimmungsschwankungen und/oder depressiv durch Fructoseintoleranz

Stimmungsschwankungen und/oder depressiv durch Fructoseintoleranz

by Patrick

Neben den oft genannten Beschwerden wie Durchfall, Verstopfung, Blähungen und Blähbauch, Krämpfe, Unwohlsein und Übelkeit können auch weitere Formen wie Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrationsschwierigkeiten, Müdigkeit, Nährstoffmangel und sogar Depressionen bei einer Fructoseintoleranz auftreten.

Folgende zwei Auslöser führen beim Großteil der Betroffenen zu einer Depression. Der einer ist biochemischer und der andere sozialer Natur. Natürlich können auch beide gemeinsam auftreten.

1. Biochemische Störung als Auslöser einer Depression bei Fructoseintoleranz

Der Auslöser dafür liegt ebenfalls im Darm und im zentralen Nervensystem (ZNS). Denn dort wird das biogene Amin Serotonin gebildet, das ausschlaggebend für die Stimmung und den Gefühlszustand ist. Wird der Körper in der Serotoninproduktion gehemmt, wirkt sich das unangenehm auf das Gemüt aus.

Serotonin- und Tryptophanmangel bei Fructoseintoleranz

Serotonin (oder auch 5-Hydroxytryptamin, 5-HT oder Enteramin genannt) ist ein Botenstoff im Körper der im Zentralnervensystem, Darmnervensystem, Herz-Kreislauf-System und im Blut vorkommt. Es sorgt unter anderem für ein angenehmes und wohlfühlendes Gefühl und hemmt unangenehme Zustände wie Angst, Aggressivität, Niedergeschlagenheit und auch das Hungergefühl. Studien zeigen, dass Personen mit einer Fructoseintoleranz im Durchschnitt einen geringeren Serotoninspiegel haben als gesunde Personen. Ein möglicher Grund für einen Serotoninmangel ist der Mangel der Aminosäure Tryptophan. Diese Aminosäure ist für den Körper essentiell. Das bedeutet sie kann nicht selbst hergestellt sondern muss über die Nahrung zu sich genommen werden. Im Körper wird Tryptophan danach in Serotonin umgewandelt und sorgt somit für das angenehme Gefühl. Eine Fructoseintoleranz erschwert jedoch die Aufnahme von Tryptophan durch die Nahrung. Denn die Aminosäure verbindet sich im Darm mit Fructose und kann dementsprechend auch nicht resorbiert werden. Somit kann auch weniger Serotonin im Körper gebildet werden.

Der Teufelskreis bei einem Tryptophanmangel

Glücklicherweise wird ein Tryptophanmangel vom Körper sofort erfasst und als Information an das Gehirn weitergeleitet. Da diese Aminosäure essentiell ist, verlangt der Körper nach tryptophanreicher Nahrung. Dadurch, und durch die bereits bestehende Depression, können in vielen Fällen auch Süßhungerattacken entstehen. Sobald man nun fructosehaltige Nahrung zu sich nimmt, entsteht ein Teufelskreis. Denn das Tryptophan kann wieder nicht vom Körper aufgenommen werden, es kann weiterhin kein Serotonin gebildet werden, der Gemütszustand verschlechtert sich weiter und als Folge entsteht wiederum die Lust nach etwas Süßem.

2. Sozialer Rückzug aufgrund regelmäßiger Darmbeschwerden

Darmbeschwerden jeglicher Art können das Leben der Betroffenen stark einschränken. Nicht selten gibt es viele Situationen die aus diesem Grund lieber gemieden werden. Je nach Intensivität und eigenem Bewusstsein sowie Wissen über die Beschwerden, wird der Alltag mehr oder weniger eingeschränkt. Bei intensiven und besonders akuten Symptomen wird von vielen Betroffenen sogar kaum noch das Haus verlassen, aus Angst nicht schnell genug eine ruhige Toilette auffinden zu können. Dazu kommt, dass bei viele Festlichkeiten immer der (gemeinsame) Konsum von Essen und Trinken im Vordergrund steht und genau dies wiederum durch versteckte Fructose zu den Beschwerden führt.

Genau diese soziale Isolation und Abschottung führt in weiterer Folge zu Einsamkeit und Depression.

Was tun bei Depressionen durch eine Fructoseintoleranz?

Die wichtigsten Faktoren um einer Depression entgegen wirken zu können sind Wissen und die richtige Ernährung. Personen mit Fructoseintoleranz und besonders jene die bereits an Folgebeschwerden wie Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrationsschwierigkeiten, Müdigkeit, Nährstoffmangel und sogar Depressionen leiden, müssen sich deren Herkunft bewusst werden und durch die richtige Ernährung entgegenwirken. Den eigenen Alltag mit einer Fructoseintoleranz zu meistern ist gerade zu Beginn nicht einfach aber definitiv nicht unmöglich.


Trage dich jetzt zum FRUCTOPEDIA Newsletter ein und verpasse keine wichtigen Informationen mehr.

weitere Beiträge

This website uses cookies to improve your experience. We'll assume you're ok with this, but you can opt-out if you wish. Accept Read More